Lichtkonzept Berlin von privaten Wohnräumen bis zu modernen Bürowelten
Ein Raum funktioniert auch ohne durchdachtes Licht.
Aber er wirkt nicht.
Genau hier liegt der Unterschied, der oft unterschätzt wird. Während Materialien, Grundrisse und Möbel meist früh definiert werden, wird Licht häufig erst am Ende mitgedacht. Als Ergänzung. Als technische Notwendigkeit. Nicht als gestalterisches Werkzeug.
Dabei entscheidet Licht darüber, wie wir Architektur wahrnehmen.
Wie hoch ein Raum wirkt. Wie ruhig er sich anfühlt. Wie klar seine Struktur lesbar ist.
Ein professionelles Lichtkonzept setzt genau hier an. Nicht als dekorative Ebene, sondern als integraler Bestandteil der Planung. Es verbindet Tageslicht und künstliches Licht, reagiert auf Nutzungen, schafft Orientierung und entwickelt Atmosphären, die sich im Laufe des Tages verändern können.
Oder anders gesagt:
Licht ist nicht das, was man hinzufügt.
Es ist das, was Räume überhaupt erst erlebbar macht.
Drei Projekte. Drei Maßstäbe. Eine Haltung.
Eisenbahnstrasse in Berlin – Wohnen zwischen Flexibilität und Atmosphäre
Im privaten Wohnen zeigt sich besonders deutlich, wie stark Licht unseren Alltag beeinflusst. Im Penthouse in Berlin ging es nicht darum, einen Raum einfach auszuleuchten, sondern darum, unterschiedliche Lebenssituationen atmosphärisch zu begleiten – vom ruhigen Abend bis zur größeren Runde am Esstisch.
Das Lichtkonzept basiert auf einem Zusammenspiel mehrerer Ebenen, die bewusst unabhängig voneinander steuerbar sind. Indirekte Beleuchtung sorgt für räumliche Tiefe und hebt die Architektur hervor, während gezielte Spots Akzente setzen und Funktionen unterstützen. Ergänzt wird dieses System durch dekorative Leuchten, die nicht nur Licht liefern, sondern auch als gestalterisches Element wirken.
Ein zentrales Beispiel ist die Gruppierung aus mundgeblasenen Glaskugeln über dem Esstisch. Jede einzelne Leuchte ist ein Unikat, durchzogen von feinen Kupferstrukturen, die ein warmes, fast lebendiges Licht erzeugen. Die unterschiedlichen Höhen der Pendel ermöglichen es, den Tisch flexibel zu erweitern, ohne die Lichtwirkung zu verlieren.
Was dieses Projekt besonders macht:
– mehrere Lichtschichten, die individuell gesteuert werden können
– Kombination aus funktionalem und dekorativem Licht
– flexible Nutzung des Raumes durch anpassbare Lichtstimmungen
– bewusste Integration von Licht in die architektonische Struktur
Das Ergebnis ist kein statischer Raum, sondern ein Zuhause, das sich verändert.
Mit dem Moment. Mit den Menschen. Mit der Nutzung.
The Loop – Arbeitswelten als dynamisches System
Moderne Arbeitswelten stellen neue Anforderungen an Licht. Konzentration, Kommunikation und Rückzug finden oft im selben Raum statt – und genau darauf muss ein Lichtkonzept reagieren.
Im Projekt The Loop wurde Licht nicht als statische Lösung gedacht, sondern als dynamisches System, das unterschiedliche Zonen klar definiert und gleichzeitig flexibel nutzbar bleibt. Lineare Lichtstrukturen führen durch den Raum, schaffen Orientierung und geben der Architektur eine visuelle Ordnung.
Gleichzeitig differenziert sich das Licht je nach Nutzung. Arbeitsbereiche erhalten eine gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung, während Meetingzonen oder informelle Bereiche bewusst weichere und atmosphärischere Lichtstimmungen bekommen. Diese Differenzierung passiert nicht zufällig, sondern ist präzise geplant und steuerbar.
Ein entscheidender Aspekt ist dabei die Anpassungsfähigkeit. Licht verändert sich im Tagesverlauf, reagiert auf verschiedene Szenarien und unterstützt so unterschiedliche Arbeitsweisen. Es entsteht kein starres Beleuchtungssystem, sondern eine Infrastruktur, die sich mit den Anforderungen des Raumes weiterentwickeln kann.
Die zentralen Prinzipien:
– klare Lichtlinien zur räumlichen Orientierung
– zoniertes Licht für unterschiedliche Nutzungen
– blendfreie Arbeitsbeleuchtung kombiniert mit atmosphärischen Bereichen
– flexible Szenarien für wechselnde Anforderungen
So wird Licht zum unsichtbaren Moderator des Raumes.
Es strukturiert, ohne sich aufzudrängen.
Und schafft eine Umgebung, in der Arbeiten intuitiv funktioniert.
Coreum Hotel – Licht als nachhaltiges Gesamtsystem
Im Hospitality Bereich geht es nicht nur um Atmosphäre, sondern auch um Langlebigkeit und Betrieb. Licht muss hier nicht nur gut aussehen, sondern dauerhaft funktionieren – effizient, wartungsarm und anpassbar.
Beim Coreum Hotel wurde genau dieser Anspruch zum Ausgangspunkt des Lichtkonzepts. Statt statischer Lösungen entstand ein modulares System, das sich an unterschiedliche Nutzungen anpassen lässt und gleichzeitig nachhaltig gedacht ist.
Die eingesetzten Leuchten sind bewusst so gewählt, dass sie leicht ausgetauscht, versetzt oder aktualisiert werden können. Das reduziert nicht nur langfristig Ressourcen, sondern ermöglicht es dem Hotel, flexibel auf Veränderungen zu reagieren – ohne das gesamte System neu denken zu müssen.
Atmosphärisch entsteht dabei eine ruhige, hochwertige Lichtwirkung, die die Architektur unterstützt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Öffentliche Bereiche, Zimmer und Übergangszonen sind fein aufeinander abgestimmt, sodass ein konsistentes Erlebnis entsteht.
Der Ansatz hinter dem Projekt:
– modulare Lichtsysteme für langfristige Flexibilität
– wartungsfreundliche und langlebige Komponenten
– nachhaltige Planung über den gesamten Lebenszyklus
– konsistente Lichtatmosphäre über alle Bereiche hinweg
Das Licht schafft Orientierung, Ruhe und Qualität.
Und bleibt dabei immer Teil eines größeren Ganzen.
Warum Studio De Schutter
Ein gutes Lichtkonzept erkennt man nicht daran, wie auffällig es ist.
Sondern daran, wie selbstverständlich es wirkt.
Studio De Schutter verfolgt genau diesen Ansatz. Licht wird nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Zusammenhang mit Architektur, Nutzung und Atmosphäre entwickelt. Das bedeutet, dass technische Präzision und gestalterische Qualität Hand in Hand gehen – von der ersten Idee bis zur Umsetzung.
Die Projekte zeigen, dass es nie die eine standardisierte Lösung gibt, sondern immer eine präzise Antwort auf den jeweiligen Raum. Je nach Kontext stehen unterschiedliche Aspekte im Fokus – mal Flexibilität, mal Nachhaltigkeit, mal die Wirkung im Zusammenspiel von Nutzung und Architektur. Entscheidend ist, dass Licht von Anfang an mitgedacht wird und nicht erst dann ins Spiel kommt, wenn alle anderen Entscheidungen bereits gefallen sind. Genau in dieser frühen Phase entfaltet es sein volles Potenzial und wird zu einem integralen Bestandteil des gesamten Konzepts, statt nur eine nachträgliche Ergänzung zu sein.
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