Intelligente Lichtsysteme im Vergleich

Licht kann heute mehr als an und aus.

Es kann reagieren.
Es kann sich an Nutzung anpassen.
Es kann Energie sparen.
Es kann Räume präziser lesbar machen.

Doch genau hier beginnt die eigentliche Frage:

Welches System passt zu welchem Projekt?

Denn intelligente Lichtsysteme sind nicht automatisch intelligent geplant. Ein System kann technisch stark sein und trotzdem im falschen Kontext zu starr, zu kompliziert oder zu wenig nachhaltig wirken.

 
 

Warum intelligente Lichtsysteme immer wichtiger werden

Moderne Gebäude brauchen Flexibilität.

Hotels verändern ihre Nutzung über den Tag. Büros müssen auf hybride Arbeitsmodelle reagieren. Gastronomie lebt von klarer Zonierung. Private Wohnräume verbinden Komfort, Energieeffizienz und Individualität.

Intelligente Lichtsysteme helfen dabei, Licht nicht statisch zu denken, sondern als steuerbares Werkzeug.

Das bedeutet konkret:

  • Licht kann gedimmt und gruppiert werden

  • Szenen können gespeichert und abgerufen werden

  • Sensoren können Tageslicht und Bewegung einbeziehen

  • Energieverbrauch kann reduziert werden

  • Wartung und Monitoring werden einfacher

  • Räume lassen sich langfristig an neue Nutzungen anpassen

DALI gilt dabei als international standardisiertes Protokoll für digitale Lichtsteuerung, das robuste, skalierbare und flexible Lichtnetzwerke ermöglicht. Casambi setzt dagegen auf Bluetooth Low Energy und ein drahtloses Mesh Netzwerk, das speziell für Lichtsteuerung entwickelt wurde. KNX ist breiter angelegt und verbindet Licht mit weiteren Gebäudefunktionen wie Beschattung, Klima oder Sicherheit.

 

Die wichtigste Unterscheidung

Nicht jedes smarte Lichtsystem ist für professionelle Lichtplanung gemacht.

Das ist der zentrale Punkt.

Philips Hue kann für private Wohnräume, kleine Setups oder dekorative Anwendungen sehr intuitiv sein. Für größere Projekte ist es jedoch oft weniger geeignet, weil man stärker innerhalb eines geschlossenen Systems arbeitet. Das kann langfristig die Austauschbarkeit, Erweiterbarkeit und nachhaltige Planung erschweren.

Bei professionellen Projekten geht es nicht nur darum, ob ein Lichtsystem heute funktioniert.

Es geht darum, ob es auch in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren noch sinnvoll wartbar, erweiterbar und anpassbar ist.

System Stärke Schwäche Geeignet für Studio De Schutter Einschätzung
DALI / DALI 2
Sehr stabil, professioneller Standard, gut für größere Projekte. Planung und Verkabelung müssen früh mitgedacht werden. Hotels, Büros, öffentliche Gebäude, Retail und Gastronomie. Sehr stark für professionelle Architekturprojekte.
Besonders sinnvoll bei Langlebigkeit und Wartbarkeit.
Casambi
Drahtlos, flexibel, schnell anpassbar und gut für Sanierung im Bestand. Funkplanung muss sauber geprüft werden. Bestand, Gastronomie, kleinere bis mittlere Projekte und flexible Raumkonzepte. Sehr interessant bei flexiblen Projekten.
Gut, wenn gestalterische Freiheit wichtig ist.
KNX
Ganzheitliche Gebäudeautomation für Licht, Klima, Beschattung und Sicherheit. Höherer Planungsaufwand und stärker systemisch gedacht. Hochwertige Wohnprojekte, Bürogebäude und Smart Buildings. Stark, wenn Licht Teil eines größeren Gebäudekonzepts ist.
Ideal für vernetzte Gebäude.
Philips Hue
Sehr einfach, intuitiv und schnell installiert. Eher Consumer System und für größere professionelle Projekte begrenzt flexibel. Wohnungen, kleine private Anwendungen und dekorative Szenen. Gut für einfache private Anwendungen.
Selten erste Wahl für nachhaltige professionelle Lichtplanung.
Loxone
Gute Verbindung von Licht, Beschattung, Audio, Sicherheit und Automation. Stärkere Abhängigkeit vom eigenen Systemkosmos. Smart Homes, kleinere Gewerbeprojekte und automatisierte Gebäude. Sinnvoll bei geschlossenem Gesamtsystem.
Komfortabel, aber weniger offen.
Zigbee / Matter
Gute Interoperabilität im Smart Home Bereich. Weniger als eigenständiges professionelles Lichtplanungssystem zu verstehen. Smart Home, Produktintegration und kleinere Anwendungen. Relevant als Schnittstelle.
Ersetzt aber keine vollständige Lichtstrategie.
 
 

Welches System ist das beste?

Die ehrliche Antwort:

Es kommt auf das Projekt an.

Für ein Hotel kann DALI die richtige Basis sein.
Für einen Bestand kann Casambi viel Freiheit schaffen.
Für ein Smart Building kann KNX sinnvoll sein.
Für ein privates Apartment kann Hue ausreichend sein.
Für ein automatisiertes Wohnhaus kann Loxone passen.

Die bessere Frage lautet deshalb nicht:

„Welches System ist am smartesten?“

Sondern:

Welches System bleibt langfristig sinnvoll?

 

Worauf wir bei Studio De Schutter achten

Ein gutes intelligentes Lichtsystem muss mehr leisten als technische Steuerbarkeit.

Wir prüfen vor allem:

  • Wie offen ist das System?

  • Wie leicht lassen sich Komponenten austauschen?

  • Wie gut passt es zur Architektur?

  • Wie wartbar ist es langfristig?

  • Wie viel Kontrolle bekommt der Nutzer wirklich?

  • Wie energieeffizient arbeitet das System?

  • Wie flexibel bleibt das Projekt bei späteren Änderungen?

Denn Nachhaltigkeit entsteht nicht nur durch effiziente LEDs.

Sie entsteht auch durch Systeme, die nicht nach wenigen Jahren ersetzt werden müssen.

 

Fazit

Intelligente Lichtsysteme sind kein Selbstzweck.

Sie sind dann stark, wenn sie Architektur unterstützen, Nutzung vereinfachen und langfristig flexibel bleiben.

DALI überzeugt durch professionelle Stabilität.
Casambi durch flexible drahtlose Planung.
KNX durch ganzheitliche Gebäudevernetzung.
Loxone durch komfortable Automation.
Philips Hue durch einfache private Anwendung.

Doch die beste Lösung entsteht nie durch den Namen eines Systems.

Sie entsteht durch die richtige Entscheidung im richtigen Raum.

Studio De Schutter entwickelt Lichtkonzepte, die Technik, Gestaltung und Nachhaltigkeit zusammenbringen. Für Räume, die nicht nur funktionieren, sondern präzise geführt, genutzt und erlebt werden können.

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Contact Us:

 
Sabine De Schutter

Founded in Berlin in 2015 by Belgian born Sabine De Schutter, Studio De Schutter reflects the strong belief that architectural lighting design is much more than just lighting up the built environment.

As independent lighting designers, the studio's focus is on user-centred design, because design is about creating meaningful spaces that positively affect people's lives. Studio De Schutter work focuses on creative lighting for working spaces, custom fixtures for heritage buildings to workshops and installations for public space.The studio's motto = #creativityisourcurrency

Sabine teaches at the HPI d.school, Hochschule Wismar, is an IALD member and the ambassador for Women in Lightingin Germany.

Studio De Schutter wurde 2015 von der in Belgien geborenen Sabine De Schutter (*1984) in Berlin gegründet. Die in Berlin lebende Designerin studierte Innenarchitektur in Antwerpen und Barcelona, hat einen zweiten Master-Abschluss in architektonischem Lichtdesign (HS Wismar) und studierte Design Thinking an der HPI d.school in Potsdam.

Das Studio De Schutter zeigt, dass es beim architektonischen Lichtdesign darum geht, Wahrnehmung zu formen und Erfahrungen zu schaffen. Für Studio De Schutter geht es beim Lichtdesign darum, eindrucksvolle Umgebungen zu schaffen, die das Leben der Menschen positiv beeinflussen. Der Benutzer steht im Mittelpunkt ihres Ansatzes und deshalb lassen sie und ihr Team sich nicht durch konventionelle Beleuchtungsstandards einschränken. Sie arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um die Vision des Projekts und die Nutzerbedürfnisse zu verstehen und sie mit Licht zu akzentuieren. Das Studio De Schutter hat kreative Lichtlösungen für Arbeitsumgebungen, Lichtkunstinstallationen und kundenspezifische Leuchten in seinem Portfolio. Heute ist es ein vierköpfiges Team von internationalen Power-Frauen, die sich alle leidenschaftlich damit, wie Licht den Raum, die Erfahrungen und Emotionen formt, beschäftigt.

Sabine De Schutter lehrt an der Hochschule Wismar und ist Botschafterin für Women in Lighting (https://womeninlighting.com) in Deutschland.

https://www.studiodeschutter.com
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