Home Office Beleuchtung: Mehr als Schreibtischlampe und Deckenlicht
Das Home Office beginnt nicht mit dem Laptop.
Und es endet nicht mit der letzten Mail.
Es beginnt mit Licht.
Mit dem ersten Moment, in dem der Raum sagt:
Hier kannst du bleiben.
Hier kannst du denken.
Hier kannst du arbeiten.
Viele Home Offices sind eingerichtet.
Aber nicht gestaltet.
Arbeiten ist ein visueller Zustand
Arbeiten im Home Office bedeutet Fokus, aber auch ständigen Wechsel.
Zwischen Zoom-Calls und Stillarbeit, Lesen und Schreiben, Tippen, Zurücklehnen und Nachdenken verändert sich die visuelle Anforderung permanent.
Ein einzelnes Licht kann diese Dynamik nicht abbilden.
Wer ausschließlich mit Schreibtischlampe und Deckenleuchte arbeitet, reduziert einen komplexen Arbeitsraum auf reine Helligkeit und verliert dabei das Entscheidende: visuelle Ruhe.
Gutes Licht unterstützt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Mehr als hell: Die Ebenen von Home Office Licht
Professionelle Home Office Beleuchtung denkt nicht in einzelnen Leuchten, sondern in aufeinander abgestimmten Schichten, die gemeinsam Orientierung, Fokus und Atmosphäre erzeugen.
Grundlicht
Das Grundlicht bildet die ruhige Basis des Raums. Es ist gleichmäßig, zurückhaltend und nicht dominant.
Seine Aufgabe ist es, dem Raum Orientierung zu geben und ihn als Ganzes lesbar zu machen – nicht, den Arbeitsplatz zu betonen.
Arbeitslicht
Arbeitslicht ist gezielt und präzise geplant. Es unterstützt dort, wo gelesen, geschrieben und gearbeitet wird, ohne zu blenden oder harte Schatten zu erzeugen.
Gut positioniertes Arbeitslicht schafft Klarheit, ohne visuelle Unruhe zu verursachen.
Indirektes Licht
Indirektes Licht sorgt für Ausgleich. Es reduziert Kontraste, entlastet die Augen bei Bildschirmarbeit und schafft Tiefe im Raum.
Gerade im Home Office ist diese Ebene entscheidend, um dauerhaft konzentriert arbeiten zu können.
Akzentlicht
Akzentlicht wird bewusst und sparsam eingesetzt. Es hat keine primäre Funktion, sondern verleiht dem Raum Struktur, Tiefe und Identität.
Richtig gesetzt, macht es den Unterschied zwischen Arbeitszimmer und gestalteter Arbeitsatmosphäre.
Licht ordnet den Raum, ohne sichtbar zu werden.
Wenn Licht den Unterschied macht
Ob ein Home Office als echter Mehrwert wahrgenommen wird oder nur als zusätzlicher Raum, entscheidet sich oft im Detail.
Nicht an der Größe. Nicht am Möbel. Sondern daran, wie selbstverständlich der Raum funktioniert.
Licht spielt dabei eine zentrale Rolle.
Es beeinflusst Konzentration, Wahrnehmung und die emotionale Qualität eines Arbeitsplatzes – oft, ohne bewusst wahrgenommen zu werden.
Im nächsten Abschnitt werfen wir deshalb einen genaueren Blick auf die wichtigsten Do’s und Don’ts der Home Office Beleuchtung –
aus Sicht von Nutzung, Wahrnehmung und langfristiger Wertigkeit.
Do’s
Do: Licht als Teil der Raumidee denken
Ein gutes Home Office Lichtkonzept wird gemeinsam mit Grundriss, Möblierung und Blickachsen gedacht.
Es unterstützt die Nutzung und fügt sich selbstverständlich in den Raum ein.
Do: Mehrere Lichtquellen einplanen
Grundlicht, Arbeitslicht und indirektes Licht schaffen Flexibilität.
So funktioniert der Raum tagsüber genauso wie abends – und bleibt wandelbar für unterschiedliche Nutzer:innen.
Do: Blendfreiheit priorisieren
Blendfreies Licht wirkt hochwertig, ruhig und professionell.
Gerade bei Bildschirmarbeit und offenen Grundrissen ist das ein zentrales Qualitätsmerkmal.
Do: Tageslicht bewusst ergänzen
Künstliches Licht sollte das Tageslicht unterstützen, nicht ersetzen oder überstrahlen.
Don’ts
Don’t: Nur mit Deckenlicht arbeiten
Ein einzelnes, zentrales Deckenlicht wirkt schnell austauschbar und technisch. Es reduziert das Home Office auf reine Funktion und verschenkt räumliches Potenzial.
Don’t: Arbeitslicht als nachträgliche Lösung behandeln
Provisorische Schreibtischlampen wirken unruhig und wenig integriert. Gerade im Immobilienbereich zählt der Gesamteindruck, nicht die Einzelkomponente.
Don’t: Licht isoliert vom Wohnraum betrachten
Ein Home Office ist selten ein abgeschlossener Bereich. Licht, das nicht zum restlichen Raum passt, wirkt störend und fremd.
Don’t: Blendung unterschätzen
Sichtbare Lichtquellen, falsche Abstrahlwinkel oder Spiegelungen auf Bildschirmen wirken schnell billig. Blendfreiheit ist kein Komfortdetail, sondern ein klares Qualitätsmerkmal.
Don’t: Den Bildschirm gegen Dunkelheit arbeiten lassen
Ein helles Display vor dunklen Wänden oder Ecken erzeugt visuelle Anstrengung. Der Raum verliert Balance und wirkt schnell provisorisch.
Don’t: Zu viele Lichtakzente setzen
Zu viele Spots, Lichtlinien oder Effekte erzeugen Unruhe. Besonders in kompakten Grundrissen leidet die Klarheit des Raums.
Vom Überblick zur konkreten Empfehlung
Die Do’s und Don’ts machen deutlich, worauf es im Home Office ankommt und an welchen Stellen Licht häufig an Qualität verliert. Sie zeigen, welche Entscheidungen Räume stärken – und wo Potenzial unbemerkt verschenkt wird.
Doch gute Lichtplanung bleibt nicht bei Regeln stehen.
Sie beginnt dort, wo aus einzelnen Prinzipien ein stimmiges Ganzes entsteht.
Studio De Schutter: Arbeiten als räumliche Qualität
Als Berliner Lichtplaner versteht Studio De Schutter das Home Office nicht als technischen Sonderfall, sondern als selbstverständlichen Teil des Wohnens.
Unsere Konzepte entstehen aus Nutzung, Tageslicht, Materialität und Wahrnehmung. Sie sind präzise, reduziert und langfristig gedacht.
Licht wird dabei nicht addiert.
Es wird integriert.
Für Räume, in denen Arbeit nicht anstrengend wird und Konzentration selbstverständlich ist.
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