„Wir müssen weg von Fast Lighting“ featured by Design Perspectives

In Design Perspectives, der redaktionellen Plattform des German Design Council, wird in einem aktuellen Beitrag eines der zentralen, aber oft unterschätzten Themen im zeitgenössischen Design beleuchtet: der Trend hin zu „Fast Lighting“. Der Artikel zeigt auf, wie Licht häufig als kurzfristige, trendgetriebene Ebene verstanden wird – statt als dauerhafter Bestandteil von Architektur.

Im Kern kritisiert der Beitrag die zunehmende Praxis schneller Austauschzyklen. Leuchten werden oft geplant, installiert und wieder ersetzt, ohne ausreichend auf Langlebigkeit, Anpassungsfähigkeit oder den gesamten Lebenszyklus zu achten. Dieses Vorgehen steht nicht nur im Widerspruch zu nachhaltigen Gestaltungsprinzipien, sondern beeinträchtigt auch die langfristige räumliche Qualität, die durch durchdachte Lichtplanung entstehen kann.

Stattdessen plädiert der Artikel für ein grundlegendes Umdenken hin zu mehr Verantwortung und Beständigkeit. Licht sollte als integraler Bestandteil der Architektur verstanden werden – entwickelt, um sich mit dem Raum weiterzuentwickeln. Dazu gehören modulare Systeme, aufrüstbare Komponenten und Lösungen, die Wartung und Transformation ermöglichen, anstatt einen vollständigen Austausch notwendig zu machen. Das Ziel ist klar: weniger Abfall, längere Produktlebenszyklen und ein bewusster Umgang mit Gestaltung jenseits kurzlebiger Trends.

Ein zentraler Aspekt liegt im Zusammenspiel von gestalterischem Anspruch und technischer Umsetzung. Hochwertiges Licht definiert sich nicht über Neuheit, sondern über Präzision, Konsistenz und Anpassungsfähigkeit. Wenn Leuchten von Anfang an auf zukünftige Nutzung ausgelegt sind – sowohl technisch als auch gestalterisch – werden sie Teil eines nachhaltigen Systems und nicht zu einem austauschbaren Produkt.

Der Artikel positioniert die Lichtplanung damit an einem Wendepunkt. Sich von „Fast Lighting“ zu lösen bedeutet, nicht nur Produkte, sondern auch Prozesse und Verantwortlichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette neu zu denken – von Designer:innen und Hersteller:innen bis hin zu Auftraggeber:innen und Betreiber:innen.

‍ ‍

👉 Artikel lesen:
https://www.german-design-council.de/design-perspectives/artikel-detail/wir-muessen-weg-von-fast-lighting

 
Sabine De Schutter

Founded in Berlin in 2015 by Belgian born Sabine De Schutter, Studio De Schutter reflects the strong belief that architectural lighting design is much more than just lighting up the built environment.

As independent lighting designers, the studio's focus is on user-centred design, because design is about creating meaningful spaces that positively affect people's lives. Studio De Schutter work focuses on creative lighting for working spaces, custom fixtures for heritage buildings to workshops and installations for public space.The studio's motto = #creativityisourcurrency

Sabine teaches at the HPI d.school, Hochschule Wismar, is an IALD member and the ambassador for Women in Lightingin Germany.

Studio De Schutter wurde 2015 von der in Belgien geborenen Sabine De Schutter (*1984) in Berlin gegründet. Die in Berlin lebende Designerin studierte Innenarchitektur in Antwerpen und Barcelona, hat einen zweiten Master-Abschluss in architektonischem Lichtdesign (HS Wismar) und studierte Design Thinking an der HPI d.school in Potsdam.

Das Studio De Schutter zeigt, dass es beim architektonischen Lichtdesign darum geht, Wahrnehmung zu formen und Erfahrungen zu schaffen. Für Studio De Schutter geht es beim Lichtdesign darum, eindrucksvolle Umgebungen zu schaffen, die das Leben der Menschen positiv beeinflussen. Der Benutzer steht im Mittelpunkt ihres Ansatzes und deshalb lassen sie und ihr Team sich nicht durch konventionelle Beleuchtungsstandards einschränken. Sie arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um die Vision des Projekts und die Nutzerbedürfnisse zu verstehen und sie mit Licht zu akzentuieren. Das Studio De Schutter hat kreative Lichtlösungen für Arbeitsumgebungen, Lichtkunstinstallationen und kundenspezifische Leuchten in seinem Portfolio. Heute ist es ein vierköpfiges Team von internationalen Power-Frauen, die sich alle leidenschaftlich damit, wie Licht den Raum, die Erfahrungen und Emotionen formt, beschäftigt.

Sabine De Schutter lehrt an der Hochschule Wismar und ist Botschafterin für Women in Lighting (https://womeninlighting.com) in Deutschland.

https://www.studiodeschutter.com
Next
Next

Lichtplanung Beratung: Von der Idee bis zur perfekten Umsetzung