Was macht ein Lichtplaner?
Licht ist das Erste, was wir wahrnehmen.
Und oft das Letzte, woran wir denken im Bauablauf.
Ein Raum kann perfekt proportioniert sein, Materialien von höchster Qualität besitzen und dennoch leer wirken. Erst Licht verleiht ihm Bedeutung. Es strukturiert, lenkt, beruhigt oder aktiviert. Es lenkt Wahrnehmung, schafft Geborgenheit und prägt den Raum.
Genau hier beginnt die Arbeit eines Lichtplaners.
Lichtplaner wählt nicht die Lampen. Wir entwirfen Wahrnehmung.
A. Strategische & konzeptionelle Leistungen
Die Phase, in der Licht Richtung bekommt
Bevor über Leuchten gesprochen wird, geht es um den konzeptionellen Ansatz. Licht wird als strategisches Werkzeug verstanden – nicht als spätes Add-on.
Strategische Lichtberatung
(Projektziele, Rahmenbedingungen, Potenziale – frühe Phase / LPH 0–1)
In der frühen Projektphase definieren wir die Rolle von Licht im Gesamtkonzept. Diese Entscheidungen prägen Atmosphäre, Budget und Betrieb langfristig.
Zentrale Inhalte dieser Phase:
Definition der Projektziele aus Sicht von Nutzung, Wirkung und Identität
Analyse der räumlichen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Bewertung von Potenzialen und Einschränkungen
Einbindung von Nachhaltigkeit und langfristiger Nutzung
Verankerung von Licht als integraler Bestandteil der Planung
Licht, das früh gedacht wird, schafft Freiheit in der Umsetzung.
Atmosphärisches Lichtkonzept & gestalterische Leitidee
(Narrativ, Raumwirkung, Lichtprinzipien – LPH 2)
Aus der Strategie entsteht ein klares Lichtnarrativ.
Es beschreibt nicht nur, wo Licht eingesetzt wird, sondern wie es wirkt.
Bestandteile des Lichtkonzepts:
Entwicklung einer gestalterischen Leitidee
Definition von Lichtprinzipien und Raumhierarchien
Abstimmung von Licht, Material, Oberfläche und Architektur
Festlegung von Kontrasten, Übergängen und Zonen
Übersetzung von Nutzung in Atmosphäre
Das Ergebnis ist ein konsistentes Lichtbild, das Räume verbindet und Identität schafft.
B. Planung & Integration
Wo Emotion technisch belastbar wird
Ein Lichtkonzept entfaltet seine Wirkung nur, wenn es präzise umgesetzt wird.
In dieser Phase wird aus Idee Realität.
Technische Lichtplanung & Integration
(Ausführungsreife Planung, Koordination, Unterstützung in LPH 3–8)
Hier wird das Lichtkonzept in eine detaillierte, ausführungsreife Planung übersetzt.
Leistungen im Überblick:
Auswahl und Integration geeigneter Leuchten
Detailplanung bis zur Ausführungsreife
Koordination mit Architektur, Innenausbau und Fachplanern
Berücksichtigung von Normen, Wartung und Lebensdauer
Unterstützung und Begleitung der Leistungsphasen 3–8
Gute technische Planung sorgt dafür, dass Licht selbstverständlich wirkt – und langfristig Bestand hat.
Szenografie, Steuerungs- und Bedienkonzepte
(Lichtstimmungen, Nutzungsszenarien, Steuerung, Programmierung, Einleuchten)
Räume verändern sich im Tagesverlauf. Licht reagiert darauf.
Inhalte dieser Leistung:
Entwicklung von Lichtstimmungen und Nutzungsszenarien
Definition von Tages-, Abend- und Sonderlichtsituationen
Beratung zu geeigneten Steuerungssystemen
Konzeption intuitiver Bedienlogiken
Programmierung der Lichtszenen
Einleuchten und Feinjustierung vor Ort
Licht wird hier nicht geschaltet, sondern inszeniert.
Technik tritt in den Hintergrund, Wirkung bleibt spürbar.
C. Vertiefende Leistungen
Wenn Lichtplanung in die Tiefe geht
Manche Projekte erfordern zusätzliche Analysen, individuelle Lösungen oder formale Absicherung.
Tageslichtplanung, Besonnungsstudie & Simulation
(Analyse, Visualisierung, Optimierung)
Natürliches Licht bildet die Grundlage jeder Lichtplanung.
Diese Leistungen umfassen:
Analyse des Tageslichtverlaufs im Raum
Besonnungsstudien zur Bewertung von Lichteinfall und Verschattung
Simulationen zur Visualisierung von Lichtwirkungen
Optimierung von Raumqualität und Blendfreiheit
Abstimmung von Tageslicht und Kunstlicht
Tageslicht und künstliches Licht werden als zusammenhängendes System gedacht.
Sonderleuchtenentwicklung
(Konzept, Begleitung in Entwicklung und Umsetzung)
Standardlösungen reichen nicht immer aus.
Sonderleuchten entstehen dort, wo Architektur Individualität verlangt.
Typische Inhalte:
Entwicklung maßgeschneiderter Leuchtenkonzepte
Technische Abstimmung mit Herstellern
Begleitung von Prototypen und Serienfertigung
Integration in das Gesamtlichtkonzept
Form, Funktion und Wirkung werden exakt auf den Raum abgestimmt.
Gutachten & fachliche Stellungnahmen
(Genehmigung, Dokumentation, externe Anforderungen)
Lichtplanung braucht auch rechtliche und fachliche Sicherheit.
Diese Leistung bietet:
Fachliche Stellungnahmen für Genehmigungsprozesse
Gutachten zur Dokumentation von Lichtlösungen
Unterstützung bei externen Anforderungen und Prüfungen
Klar strukturierte, nachvollziehbare Aufbereitung
Lichtplanung ist kein Zusatz
Sie ist Struktur, Atmosphäre und Verantwortung zugleich.
Ein Lichtplaner verbindet emotionale Wirkung mit technischer Präzision.
Bei Studio De Schutter planen wir Licht als Teil der Architektur: nachhaltig, lesbar und dauerhaft wirksam.
Weil Licht nicht nur beleuchten soll.
Sondern Räume prägen darf.
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