Loft Beleuchtung: Lichtplanung für industrielle Architektur

Ein Loft ist kein gewöhnlicher Wohnraum.

Hohe Decken. Große Fenster. Sichtbeton. Stahlträger. Offene Grundrisse.

Architektur, die ursprünglich für Industrie gedacht war, wird zum Wohnraum.
Und genau hier entscheidet Licht darüber, ob ein Loft nur groß wirkt – oder wirklich Atmosphäre bekommt.

Denn ein Loft braucht kein „helles Licht“.
Es braucht
eine präzise Lichtstrategie.

 
 

Raumvolumen sichtbar machen

In klassischen Wohnungen begrenzt die Architektur den Raum.
Im Loft ist es umgekehrt.

Der Raum ist groß, offen und oft mehrere Meter hoch.

Wenn Licht nur von oben kommt, entsteht schnell ein Effekt, den wir häufig sehen:
Der Boden ist hell – und der Raum darüber verschwindet im Dunkeln.

Deshalb beginnt gute Loft Beleuchtung damit, das Raumvolumen sichtbar zu machen.

Typische Elemente im Lichtkonzept:

• Lichtlinien entlang von Stahlträgern
• indirektes Licht an hohen Wänden
• lineare Profile entlang der Decke
• Licht, das Betonflächen streift

Das Ziel ist nicht nur Helligkeit.

Es geht darum, die Architektur lesbar zu machen.

Licht zeigt nicht nur Räume. Es erklärt sie.

 
 
 
 
 

Zonen statt Räume

Lofts haben selten klassische Zimmer.

Stattdessen entstehen Funktionen innerhalb eines großen Raums.

Kochen. Arbeiten. Essen. Entspannen. Duschen.

Licht hilft dabei, diese Bereiche zu definieren, ohne Wände zu bauen.

Typische Lichtzonen im Loft:

Arbeitsbereich

• präzise Spots
• gerichtetes Licht
• klare Helligkeit

Essbereich

• große Pendelleuchte
• warmes Licht
• Fokus auf den Tisch

Wohnbereich

• indirektes Licht
• Wandleuchten
• ruhige Lichtflächen

Badezimmerbereich

• blendfreies Licht am Spiegel
• indirektes Licht entlang von Wänden oder Decke
• gerichtetes Licht für Dusche oder Badewanne

Gerade in offenen Loftkonzepten wird das Badezimmer oft nur teilweise abgetrennt. Licht kann hier helfen, eine klare Atmosphäre zu schaffen, ohne die Offenheit des Raums zu verlieren.

So entsteht Struktur im Raum.

 

Lineare Lichtsysteme für große Räume

In Lofts funktionieren einzelne kleine Leuchten oft nicht.

Der Raum ist zu groß.

Deshalb arbeiten Lichtplaner häufig mit linearen Lichtsystemen.

Typische Lösungen:

• Lichtschienen mit flexiblen Spots
• durchgehende Lichtprofile
• lineare LED Systeme entlang der Decke
• Lichtlinien entlang von Trägern

Diese Systeme haben einen Vorteil:

Sie bleiben flexibel.

Wenn sich Möbel oder Raumzonen verändern, kann das Licht angepasst werden.

Gerade in offenen Lofts ist das ein entscheidender Punkt.

 

Weniger Leuchten, stärkere Wirkung

Ein häufiger Fehler in Lofts ist zu viel Technik.

Zu viele Spots. Zu viele Lampen. Zu viele Lichtpunkte.

Typische Kombinationen:

Grundlicht

• lineares Lichtsystem
• indirekte Deckenbeleuchtung

Akzentlicht

• einzelne Spots für Kunst oder Materialien
• Licht für Wandflächen

Atmosphäre

• indirekte Lichtlinien
• warme Lichtinseln im Wohnbereich

Der entscheidende Punkt ist nicht die Anzahl der Leuchten.

Sondern die Klarheit des Konzepts.

 

Warum Lichtplanung im Loft besonders wichtig ist

Je größer der Raum, desto wichtiger wird Licht.

In kleinen Wohnungen kann Licht Fehler verzeihen.
Im Loft werden sie sofort sichtbar.

certificates

Deshalb beginnt gute Loft Beleuchtung nicht bei der Leuchte.

Sie beginnt bei der Architektur.

Bei Studio De Schutter verstehen wir Licht als Teil der Raumstruktur.
Wir planen Licht nicht als dekoratives Element am Ende eines Projekts.

 
 

Contact Us:

 
Sabine De Schutter

Founded in Berlin in 2015 by Belgian born Sabine De Schutter, Studio De Schutter reflects the strong belief that architectural lighting design is much more than just lighting up the built environment.

As independent lighting designers, the studio's focus is on user-centred design, because design is about creating meaningful spaces that positively affect people's lives. Studio De Schutter work focuses on creative lighting for working spaces, custom fixtures for heritage buildings to workshops and installations for public space.The studio's motto = #creativityisourcurrency

Sabine teaches at the HPI d.school, Hochschule Wismar, is an IALD member and the ambassador for Women in Lightingin Germany.

Studio De Schutter wurde 2015 von der in Belgien geborenen Sabine De Schutter (*1984) in Berlin gegründet. Die in Berlin lebende Designerin studierte Innenarchitektur in Antwerpen und Barcelona, hat einen zweiten Master-Abschluss in architektonischem Lichtdesign (HS Wismar) und studierte Design Thinking an der HPI d.school in Potsdam.

Das Studio De Schutter zeigt, dass es beim architektonischen Lichtdesign darum geht, Wahrnehmung zu formen und Erfahrungen zu schaffen. Für Studio De Schutter geht es beim Lichtdesign darum, eindrucksvolle Umgebungen zu schaffen, die das Leben der Menschen positiv beeinflussen. Der Benutzer steht im Mittelpunkt ihres Ansatzes und deshalb lassen sie und ihr Team sich nicht durch konventionelle Beleuchtungsstandards einschränken. Sie arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um die Vision des Projekts und die Nutzerbedürfnisse zu verstehen und sie mit Licht zu akzentuieren. Das Studio De Schutter hat kreative Lichtlösungen für Arbeitsumgebungen, Lichtkunstinstallationen und kundenspezifische Leuchten in seinem Portfolio. Heute ist es ein vierköpfiges Team von internationalen Power-Frauen, die sich alle leidenschaftlich damit, wie Licht den Raum, die Erfahrungen und Emotionen formt, beschäftigt.

Sabine De Schutter lehrt an der Hochschule Wismar und ist Botschafterin für Women in Lighting (https://womeninlighting.com) in Deutschland.

https://www.studiodeschutter.com
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