DIALux-Lichtplanung: Visuelle Qualität und technische Präzision in Einklang bringen

DIALux-Lichtplanung

Eine Lichtberechnung kann technisch korrekt sein und dennoch einen enttäuschenden Raum erzeugen.

Die erforderliche Beleuchtungsstärke kann erreicht sein. Die Gleichmäßigkeit kann innerhalb des definierten Bereichs liegen. Die Blendungswerte können akzeptabel erscheinen. Jede Leuchte kann präzise dokumentiert sein.

Dennoch kann der Raum flach wirken. Gesichter können dunkel bleiben. Materialien können an Tiefe verlieren. Die Decke kann visuell unruhig werden.

DIALux-Lichtplanung wird dann wertvoll, wenn Berechnung und visuelle Beurteilung gemeinsam entwickelt werden.

Die Berechnung überprüft. Das Design entscheidet.
Der entscheidende Unterschied DIALux kann das Ergebnis messen. Es kann nicht entscheiden, was aus dem Raum werden soll.

DIALux bietet eine digitale Umgebung, um Architektur zu modellieren, Leuchten zu positionieren, photometrische Produktdaten zu verwenden und zu bewerten, wie das Licht definierte Flächen erreicht.

So werden unsichtbare Zusammenhänge bereits vor Beginn der Installation messbar.

01 — Überprüfen

Anforderungen prüfen

Bewerten, ob die vorgeschlagene Beleuchtung die relevanten Sehaufgaben und projektspezifischen Leistungsziele erfüllt.

02 — Vergleichen

Alternativen testen

Optiken, Positionen, Montagehöhen, Lichtstrompakete und Leuchtenanordnungen vergleichen, bevor die Installation festgelegt wird.

03 — Koordinieren

Disziplinen verbinden

Die Beleuchtung mit Architektur, Möblierung, Decken, Gebäudetechnik, Steuerung und der tatsächlichen Nutzung des Raumes abstimmen.

04 — Dokumentieren

Entscheidungen sichtbar machen

Berechnungsflächen, Leuchtendaten, Ergebnisse und Annahmen in einem Format kommunizieren, das vom gesamten Projektteam geprüft werden kann.

Vor der Modellierung Mit der lichtplanerischen Frage beginnen – nicht mit der Software.

Die wichtigsten Entscheidungen in einem DIALux-Projekt werden häufig getroffen, bevor die erste Leuchte eingefügt wird.

Wofür wird der Raum genutzt? Wo halten sich Menschen tatsächlich auf? Welche Flächen tragen die Sehaufgabe? Was soll zuerst sichtbar sein? Welche Zonen benötigen Ruhe, Kontrast oder Orientierung?

Ein Berechnungsmodell ohne klare gestalterische Fragestellung kann eine große Menge an Informationen erzeugen, ohne eine hilfreiche Antwort zu liefern.

Die Software benötigt eine klar definierte Aufgabe.

  • Welche Aktivitäten muss die Beleuchtung unterstützen?
  • Wo befinden sich die relevanten Arbeits-, Lese- oder Verkehrsflächen?
  • Welche Beobachterpositionen sind für die Blendungsbewertung wichtig?
  • Welche Materialien und Reflexionsgrade beeinflussen den Raum?
  • Welche Tageslichtbedingungen sollten berücksichtigt werden?
  • Welche Elemente sollen die visuelle Hierarchie bilden?

Erst dann kann das digitale Modell so aufgebaut werden, dass es der tatsächlichen Nutzung des fertigen Raumes entspricht.

Was bildet eine DIALux-Berechnung tatsächlich ab?

Ein DIALux-Modell verbindet mehrere Informationsebenen.

Die Architektur definiert Abstände, Abmessungen und Öffnungen. Oberflächeneigenschaften beeinflussen, wie Licht reflektiert wird. Photometrische Dateien beschreiben, wie einzelne Leuchten ihre Lichtstärke verteilen. Berechnungsobjekte legen fest, wo Ergebnisse ausgewertet werden.

Wird eine dieser Ebenen verändert, kann sich auch das Ergebnis verändern.

Deshalb sollte ein DIALux-Ergebnis niemals als isolierte Zahl betrachtet werden.

Es ist das Ergebnis eines konkreten Modells mit konkreten Annahmen.

Explosionsdarstellung einer DIALux-Lichtberechnung mit Geometrie, Oberflächenreflexion, Leuchtenphotometrie und Berechnungsebenen
Vom digitalen Modell zum berechneten Ergebnis – Geometrie, Reflexionsgrade, Photometrie und Berechnungsebenen bilden ein zusammenhängendes Lichtmodell.
Das Ergebnis verstehen Die mittlere Beleuchtungsstärke ist noch kein Lichtkonzept.

Die mittlere Beleuchtungsstärke ist hilfreich. Sie beschreibt, wie viel Licht eine definierte Fläche innerhalb eines Berechnungsrasters erreicht.

Ein Mittelwert allein kann jedoch nicht erklären, wie ein Raum erlebt wird.

Zwei Konzepte können einen ähnlichen Mittelwert erzielen und dennoch völlig unterschiedliche räumliche Bedingungen schaffen.

Wartungswert der Beleuchtungsstärke

Gibt das geplante Beleuchtungsniveau an, nachdem definierte Minderungen durch Alterung, Verschmutzung und Wartung berücksichtigt wurden.

Gleichmäßigkeit

Zeigt, wie gleichmäßig das Licht über die Berechnungsfläche verteilt ist. Eine hohe Gleichmäßigkeit kann Sehaufgaben unterstützen, übermäßige Gleichmäßigkeit kann jedoch auch jede Hierarchie aufheben.

Blendungsbewertung

Hilft zu beurteilen, ob helle Lichtquellen aus relevanten Beobachterpositionen und Blickrichtungen Unbehagen verursachen können.

Vertikale Beleuchtungsstärke

Beeinflusst Gesichter, Wände, Regale, Beschilderungen und die Orientierung – Elemente, die eine horizontale Berechnungsebene möglicherweise nicht vollständig abbildet.

Eine technisch fundierte Studie bewertet die Kennwerte, die der tatsächlichen Sehaufgabe entsprechen.

Nicht einfach nur die Werte, die sich am leichtesten erzeugen lassen.

Vergleich von drei Räumen mit derselben mittleren Beleuchtungsstärke, aber unterschiedlicher Gleichmäßigkeit, Blendung und vertikaler Beleuchtungsstärke
Derselbe mittlere Luxwert kann eine flache Beleuchtung, unangenehme Kontraste oder eine ausgewogene architektonische Lichtlösung erzeugen.
Warum horizontales Licht allein irreführend sein kann

Viele Berechnungen beginnen mit einer horizontalen Arbeitsebene.

Das ist sinnvoll, wenn die Sehaufgabe auf einem Schreibtisch, einer Theke, dem Boden oder einer anderen definierten horizontalen Fläche stattfindet.

Architektur wird jedoch nicht ausschließlich horizontal erlebt.

Menschen betrachten Gesichter. Wände. Türen. Produkte. Kunstwerke. Schilder. Regale. Den Weg vor ihnen.

Ein Raum kann den erforderlichen Wert auf dem Boden erreichen und auf Augenhöhe dennoch visuell dunkel bleiben.

Vertikale Flächen entscheiden häufig darüber, ob ein Raum hell, offen und verständlich wirkt.

Das ist besonders relevant in Empfangsbereichen, Verkaufsräumen, Hospitality-Bereichen, Erschließungszonen und Arbeitswelten, in denen die Kommunikation zwischen Menschen eine wichtige Rolle spielt.

Die Berechnungsfläche sollte der Sehaufgabe folgen – nicht der Gewohnheit der Person, die das Modell erstellt.
Blendung UGR ist kein Qualitätssiegel, das einer Leuchte anhaftet.

Störende Blendung hängt vom Zusammenspiel heller Lichtquellen, ihrer scheinbaren Größe und Position, der umgebenden Leuchtdichte sowie der Blickrichtung des Betrachters ab.

Dieselbe Leuchte kann daher in unterschiedlichen Räumen – oder aus verschiedenen Positionen innerhalb desselben Raumes – unterschiedliche Bedingungen erzeugen.

Eine aussagekräftige Blendungsbewertung sollte Folgendes berücksichtigen:

  • Die tatsächliche Beobachterposition
  • Die erwartete Blickrichtung
  • Die Montagehöhe und Leuchtenanordnung
  • Die Helligkeit der umgebenden Flächen
  • Die Geometrie und scheinbare Größe sichtbarer Lichtquellen
  • Reflexionen von Glas, Bildschirmen und polierten Materialien

Ein niedriger Wert in einer berechneten Blickrichtung beschreibt nicht automatisch jede Wahrnehmung im Raum.

Das Modell sollte aus den Positionen überprüft werden, die Menschen tatsächlich einnehmen werden.

Präzise Software kann unpräzise Eingaben nicht ausgleichen

DIALux berechnet das Modell, das eingegeben wurde.

Die Software weiß nicht, ob die angenommene Deckenhöhe veraltet ist, ob sich die Möblierung geändert hat oder ob ein Reflexionsgrad gewählt wurde, weil er korrekt war – oder lediglich, weil er voreingestellt war.

Eine sehr detaillierte Ausgabe kann daher ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Die Berechnung kann präzise sein, obwohl die Annahmen falsch sind.

Das ist einer der wichtigsten Unterschiede in der digitalen Lichtplanung.

Das Modell Präzision ist nur dann wertvoll, wenn die Eingaben sie rechtfertigen.
Sechs Eingaben, die das gesamte Ergebnis verändern können
01 — Geometrie

Abmessungen und Positionen

Deckenhöhen, Raumproportionen, Öffnungen, Montagepositionen und Abstände beeinflussen die berechnete Verteilung unmittelbar.

02 — Oberflächen

Reflexionsgrad und Material

Dunkle Böden, helle Decken, Holzwände und reflektierende Oberflächen geben sehr unterschiedliche Lichtmengen in den Raum zurück.

03 — Photometrie

Die genaue Optik ist entscheidend

Ein enger Lichtkegel, ein breiter Lichtkegel, eine asymmetrische Verteilung und eine diffuse Lichtquelle können zur selben Produktfamilie gehören, aber grundlegend unterschiedliche Ergebnisse erzeugen.

04 — Wartung

Über den Eröffnungstag hinaus planen

Das aufrechterhaltene Ergebnis sollte berücksichtigen, wie sich die Anlage durch Alterung, Verschmutzung und Wartungsintervalle verändert.

05 — Berechnungsobjekte

Die richtige Fläche messen

Höhe, Position, Größe und Ausrichtung der Berechnungsfläche müssen der tatsächlich bewerteten Aufgabe entsprechen.

06 — Tageslicht

Standort und Öffnungen

Ausrichtung, Fenstergeometrie, Gebäudeposition und die gewählte Tageslichtsituation beeinflussen das Verhältnis zwischen natürlichem und künstlichem Licht.

Photometrische Daten Eine IES- oder LDT-Datei ist kein Bild eines Lichtkegels. Sie beschreibt das numerische Verhalten der Leuchte.

Photometrische Dateien beschreiben, wie die Lichtstärke in verschiedene Richtungen verteilt wird.

Sie ermöglichen es einer digitalen Leuchte, sich wesentlich realistischer zu verhalten als eine generische Punktlichtquelle.

Die Datei muss jedoch genau dem Produkt entsprechen, das tatsächlich für das Projekt vorgesehen ist.

  • Korrekte Leuchtenvariante
  • Korrektes optisches System
  • Korrektes Lichtstrompaket
  • Korrekte Abmessungen und Ausrichtung
  • Korrekte Montageart
  • Relevante Produkt- und Lichtquelleninformationen

Die Auswahl einer ähnlich aussehenden Datei aus derselben Produktfamilie kann Lichtkegelbreite, maximale Lichtstärke, Abstände und Blendungsverhalten verändern.

Das Modell sollte die ausgeschriebene Leuchte darstellen – keine Annäherung, die zufällig denselben Namen trägt.

Ein professioneller Arbeitsablauf Von der ersten Frage zum überprüften Lichtkonzept
Schritt 01 Briefing definieren

Aktivitäten, Architektur, Normen und gestalterische Absicht in klare lichtplanerische Aufgaben übersetzen.

Schritt 02 Relevante Geometrie aufbauen

Die Elemente modellieren, die die Berechnung beeinflussen, ohne das Projekt mit unnötigen digitalen Details zu überladen.

Schritt 03 Materialien und Oberflächen definieren

Realistische Reflexionsgrade zuweisen und Berechnungsobjekte für die tatsächlichen Sehaufgaben erstellen.

Schritt 04 Geprüfte photometrische Daten einfügen

Die korrekten Leuchtendaten, die richtige Optik, den richtigen Lichtstrom und die vorgesehene Montageposition verwenden.

Schritt 05 Berechnen und analysieren

Numerische Werte, Falschfarbendarstellungen, Isolinien und räumliche Visualisierungen gemeinsam auswerten.

Schritt 06 Optimieren und dokumentieren

Das Konzept anpassen, Alternativen vergleichen und die endgültigen Annahmen und Ergebnisse klar dokumentieren.

Die erste Berechnung sollte nur selten die endgültige sein

Der eigentliche Wert von DIALux liegt nicht darin, eine einzige abgeschlossene Berechnung zu erzeugen.

Er liegt darin, sichtbar zu machen, wo die erste Idee verbessert werden muss.

Möglicherweise wird der erforderliche Wert erreicht – allerdings nur durch unnötigen Energieverbrauch. Vielleicht ist die Arbeitsebene gleichmäßig beleuchtet, während die Wände dunkel bleiben. Vielleicht funktionieren die Abstände rechnerisch, aber die Decke wirkt zu dicht. Vielleicht löst eine Optik die Raummitte, erzeugt jedoch an den Rändern zu viel Licht.

Das sind keine Fehler der Berechnung.

Es sind die Informationen, die für die nächste gestalterische Entscheidung benötigt werden.

Ein fundierter Arbeitsablauf wechselt wiederholt zwischen digitaler Bewertung und architektonischer Beurteilung.

Modellieren · Berechnen · Auswerten · Anpassen · Vergleichen

Dreistufiger DIALux-Lichtplanungsprozess im Vergleich von Erstkonzept, überarbeiteter Studie und finaler ausgewogener Lösung
Lichtplanung als iterativer Berechnungsprozess – weniger Leuchten, stärkeres vertikales Licht und eine klarere räumliche Hierarchie.
Visualisierung Ein realistisches Rendering ist kein Beleg für eine erfolgreiche Berechnung.

Visualisierungen sind wertvolle Kommunikationswerkzeuge.

Sie können zeigen, wo Licht auftrifft, welche Flächen sichtbar werden und wie die verschiedenen Ebenen mit der Architektur zusammenwirken.

Ein überzeugendes Bild kann dennoch schwache Annahmen verbergen.

Belichtung, Bildschirmhelligkeit und Bildeinstellungen können eine Szene heller, weicher oder dramatischer erscheinen lassen, als es das numerische Ergebnis nahelegt.

Umgekehrt kann eine ästhetisch schlichte Visualisierung ein sorgfältig entwickeltes und technisch robustes Konzept darstellen.

Renderings erklären die Idee. Berechnungsergebnisse überprüfen sie.

Keines von beiden sollte als Ersatz für das andere verwendet werden.

Tageslicht und Kunstlicht sollten nicht als getrennte Welten modelliert werden

Fenster, Oberlichter, Ausrichtung und äußere Verschattungen beeinflussen, wie viel Kunstlicht ein Raum benötigt – und wann es benötigt wird.

DIALux kann Tageslicht und Kunstlicht in einem gemeinsamen Projektmodell zusammenführen, sodass ihr Zusammenspiel gezielter bewertet werden kann.

Tageslicht ist jedoch kein statischer Zustand.

Es verändert sich mit Standort, Ausrichtung, Tageszeit, Himmelszustand, Verglasung und der Geometrie rund um das Gebäude.

Eine hilfreiche Tageslichtstudie beginnt daher mit einer klaren Fragestellung.

  • Ist das Ziel visueller Komfort in Fassadennähe?
  • Soll das Kunstlicht auf die Verfügbarkeit von Tageslicht reagieren?
  • Sind dunklere Innenzonen dauerhaft auf Kunstlicht angewiesen?
  • Könnte zwischen Fenstern und Raum ein übermäßiger Kontrast entstehen?
  • Welche Lichtszenen werden bei wechselndem Tageslicht benötigt?

Das Ziel besteht nicht darin, ein einziges perfektes Tageslichtbild zu erzeugen.

Es geht darum zu verstehen, wie das Lichtkonzept auf wechselnde natürliche Bedingungen reagieren sollte.

Normen und gestalterische Absicht Die Einhaltung von Vorgaben definiert einen Mindestwert. Sie definiert nicht das vollständige Raumerlebnis.

Normen und Projektanforderungen liefern wesentliche Kriterien für Sehaufgaben, Sicherheit und Komfort.

DIALux hilft dabei, einen Entwurf anhand der für das Projekt ausgewählten Kriterien zu überprüfen.

Eine bestandene Berechnung entscheidet jedoch nicht darüber:

  • Welches architektonische Element hervorgehoben werden sollte
  • Wie sich ein Gast bei der Ankunft fühlen soll
  • Ob ein Material weich oder dramatisch wirken soll
  • Wo Dunkelheit erhalten bleiben sollte
  • Wie ein Raum in den nächsten übergehen sollte
  • Ob die Deckengestaltung ruhig wirkt

Technische Anforderungen sichern die Mindestqualität der Anlage.

Die Lichtplanung entwickelt alles, was über dieses Minimum hinausgehen soll.

Häufige Planungsfehler Wenn DIALux Sicherheit schafft, ohne Qualität zu erzeugen
  • Das Modell beginnen, bevor die Sehaufgabe definiert wurde
  • Voreingestellte Reflexionsgrade verwenden, ohne die Materialien zu prüfen
  • Nur eine horizontale Arbeitsebene berechnen
  • Die mittlere Beleuchtungsstärke als vollständiges Ergebnis behandeln
  • Photometrische Daten verwenden, die nicht zur ausgeschriebenen Optik passen
  • Blendung aus irrelevanten Beobachterpositionen bewerten
  • Möbel, Regale und andere wesentliche Hindernisse ignorieren
  • Immer weitere Leuchten hinzufügen, sobald ein Zielwert nicht erreicht wird
  • Die rechnerische Gleichmäßigkeit so lange optimieren, bis jede Hierarchie verschwindet
  • Renderings präsentieren, ohne die Berechnungsannahmen offenzulegen
  • Die erste erfolgreiche Berechnung als endgültiges Design behandeln
  • Die installierten Leuchten vor Ort nicht abschließend feinjustieren

Das gefährlichste Modell ist nicht das offensichtlich ungenaue.

Es ist ein perfekt aufbereitetes Modell, dessen Annahmen niemals hinterfragt werden.

Was sollte eine professionelle DIALux-Lichtstudie vermitteln?

Eine hilfreiche Studie sollte anderen Mitgliedern des Projektteams verständlich machen, was berechnet wurde, warum es berechnet wurde und welche Annahmen das Ergebnis geprägt haben.

Modellgrundlage

Relevante Pläne, Abmessungen, Deckenhöhen, Öffnungen, Möblierung und architektonische Bedingungen.

Annahmen zu den Oberflächen

Die Reflexionsgrade und Materialannahmen, die die berechneten Interreflexionen beeinflussen.

Leuchteninformationen

Produkt, Optik, Lichtstrom, Montageart, Anzahl und Positionierung.

Berechnungsflächen

Eindeutige Positionen, Abmessungen, Höhen und Ausrichtungen für jede bewertete Sehaufgabe.

Relevante Kennwerte

Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendung oder andere Werte, die ausgewählt wurden, weil sie den Projektanforderungen entsprechen.

Visuelle Auswertung

Falschfarbendarstellungen, Isolinien, räumliche Ansichten und Diagramme, die verdeutlichen, wo die numerischen Werte auftreten.

Planungsannahmen

Wartungsfaktoren, Tageslichtbedingungen, Betriebsszenen und alle bekannten Einschränkungen des Modells.

Abschließende Empfehlungen

Die Entscheidungen, die in den folgenden Planungs- und Installationsphasen koordiniert, getestet oder feinjustiert werden sollten.

Eine gute Berechnung überfordert das Projektteam nicht mit Daten. Sie macht die wichtigen Entscheidungen leichter verständlich.
Die letzte Grenze Das Modell endet dort, wo die gebaute Architektur beginnt.

Selbst eine sorgfältig erstellte DIALux-Studie bleibt eine digitale Prognose.

Reale Materialien variieren. Möbel werden verschoben. Dekorative Leuchten wirken mit dem technischen Licht zusammen. Dimmkurven beeinflussen Szenen mit niedrigem Lichtniveau. Kunstwerke kommen hinzu. Oberflächen reflektieren anders als kleine Materialmuster.

Deshalb bleiben Tests vor Ort und die abschließende Ausrichtung der Beleuchtung unverzichtbar.

Die Ausrichtung der Lichtkegel sollte angepasst werden, nachdem Möbel und wichtige Objekte platziert wurden. Szenen sollten aus realen Beobachterpositionen bewertet werden. Dimmwerte sollten auf den fertiggestellten Innenraum abgestimmt werden.

DIALux reduziert die Unsicherheit vor der Installation.

Es ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit, das Licht anschließend vor Ort zu betrachten.

Häufig gestellte Fragen DIALux-Lichtplanung verstehen
Was ist DIALux-Lichtplanung?

DIALux-Lichtplanung bezeichnet den Prozess, einen Raum digital zu modellieren, photometrische Leuchtendaten einzufügen und zu berechnen, wie das Licht definierte Flächen erreicht. Sie dient dazu, ein Lichtkonzept vor der Installation zu bewerten und zu dokumentieren.

Ist eine DIALux-Berechnung dasselbe wie ein Lichtkonzept?

Nein. Eine DIALux-Berechnung bewertet einen definierten Entwurf. Das Lichtkonzept bestimmt, was beleuchtet werden soll, wie der Raum strukturiert sein soll und welche visuellen Qualitäten das Projekt erreichen soll. Die Berechnung unterstützt diese Entscheidungen, ersetzt sie jedoch nicht.

Welche Informationen werden für eine DIALux-Berechnung benötigt?

Eine zuverlässige Berechnung erfordert in der Regel eine genaue Geometrie, relevante Materialreflexionsgrade, photometrische Leuchtendaten, Montagepositionen, Berechnungsflächen, Wartungsannahmen und klar definierte Projektanforderungen.

Kann DIALux Tageslicht und Kunstlicht berechnen?

DIALux evo kann zur Modellierung von Innenraumbeleuchtung mit Tageslicht und Kunstlicht verwendet werden. Die Aussagekraft des Ergebnisses hängt von der korrekten Gebäudeausrichtung, dem Standort, der Fenstergeometrie, der Raumstruktur und der für die Bewertung ausgewählten Tageslichtsituation ab.

Wofür werden IES- und LDT-Dateien verwendet?

IES- und LDT-Dateien enthalten photometrische Informationen darüber, wie eine Leuchte ihre Lichtstärke verteilt. Sie ermöglichen es, das ausgewählte Produkt und die Optik innerhalb des Berechnungsmodells genauer darzustellen.

Warum können zwei DIALux-Modelle unterschiedliche Ergebnisse liefern?

Unterschiede bei Geometrie, Oberflächenreflexion, Leuchtendaten, Berechnungsrastern, Wartungsfaktoren, Tageslichteinstellungen und Montagepositionen können das Ergebnis verändern. Ergebnisse sollten deshalb immer gemeinsam mit den Annahmen betrachtet werden, auf deren Grundlage sie erstellt wurden.

Garantiert das Erreichen des geforderten Luxwerts eine gute Beleuchtung?

Nein. Die Beleuchtungsstärke ist nur ein Bestandteil der Lichtqualität. Blendung, vertikale Beleuchtungsstärke, Kontrast, Oberflächenhelligkeit, Farbwiedergabe, visuelle Hierarchie und das Zusammenspiel von Licht und Architektur müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Planen Sie ein Projekt, das sowohl rechnerische als auch gestalterische Präzision erfordert?

Eine DIALux-Studie sollte mehr leisten, als lediglich eine Leuchtenanordnung zu bestätigen.

Studio De Schutter verbindet architektonische Lichtplanung mit technischer Berechnung, visueller Bewertung, Koordination und Feinjustierung vor Ort.

Das Ziel besteht nicht nur darin, die geforderten Werte zu erreichen.

Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem diese Werte das richtige visuelle Erlebnis unterstützen.

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Sabine De Schutter

Founded in Berlin in 2015 by Belgian born Sabine De Schutter, Studio De Schutter reflects the strong belief that architectural lighting design is much more than just lighting up the built environment.

As independent lighting designers, the studio's focus is on user-centred design, because design is about creating meaningful spaces that positively affect people's lives. Studio De Schutter work focuses on creative lighting for working spaces, custom fixtures for heritage buildings to workshops and installations for public space.The studio's motto = #creativityisourcurrency

Sabine teaches at the HPI d.school, Hochschule Wismar, is an IALD member and the ambassador for Women in Lightingin Germany.

Studio De Schutter wurde 2015 von der in Belgien geborenen Sabine De Schutter (*1984) in Berlin gegründet. Die in Berlin lebende Designerin studierte Innenarchitektur in Antwerpen und Barcelona, hat einen zweiten Master-Abschluss in architektonischem Lichtdesign (HS Wismar) und studierte Design Thinking an der HPI d.school in Potsdam.

Das Studio De Schutter zeigt, dass es beim architektonischen Lichtdesign darum geht, Wahrnehmung zu formen und Erfahrungen zu schaffen. Für Studio De Schutter geht es beim Lichtdesign darum, eindrucksvolle Umgebungen zu schaffen, die das Leben der Menschen positiv beeinflussen. Der Benutzer steht im Mittelpunkt ihres Ansatzes und deshalb lassen sie und ihr Team sich nicht durch konventionelle Beleuchtungsstandards einschränken. Sie arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um die Vision des Projekts und die Nutzerbedürfnisse zu verstehen und sie mit Licht zu akzentuieren. Das Studio De Schutter hat kreative Lichtlösungen für Arbeitsumgebungen, Lichtkunstinstallationen und kundenspezifische Leuchten in seinem Portfolio. Heute ist es ein vierköpfiges Team von internationalen Power-Frauen, die sich alle leidenschaftlich damit, wie Licht den Raum, die Erfahrungen und Emotionen formt, beschäftigt.

Sabine De Schutter lehrt an der Hochschule Wismar und ist Botschafterin für Women in Lighting (https://womeninlighting.com) in Deutschland.

https://www.studiodeschutter.com
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